Heute wartet das Douro-Tal auf uns. Da das Wetter endlich einmal richtig gut werden soll, entscheiden wir uns für den schnellen Weg und nehmen die mautpflichtige Autobahn Richtung Osten.
Bis etwa auf Höhe von Peso da Régua fahren wir entspannt über die Autobahn, bevor wir schließlich auf die Landstraße wechseln, die sich entlang des Douro schlängelt.
Und spätestens hier beginnt der landschaftliche Teil des Tages.
Die Gegend erinnert uns sofort an die Mosel — nur irgendwie größer, weiter und noch dramatischer. Steile grüne Weinberge ziehen sich entlang des Flusses die Hänge hinauf. Wirklich wunderschön. Kein Wunder, dass das Douro-Tal als eine der bekanntesten Weinregionen Europas gilt. Angeblich handelt es sich sogar um die erste offiziell abgegrenzte Weinregion der Welt.
Unser Ziel ist Pinhão — ein kleiner Ort mitten im Herzen der Douro-Weinregion. Wunderschöne Lage, umgeben von Weinbergen und genau der richtige Ausgangspunkt für eine Bootstour auf dem Douro.
Vorher müssen wir allerdings erstmal einen Parkplatz finden.
Und das gestaltet sich deutlich schwieriger als gedacht. Die wenigen Plätze im Ort sind natürlich gut belegt. Am Ende werden wir auf der gegenüberliegenden Uferseite fündig. Dort gibt es am Straßenrand einige Parkmöglichkeiten, die vermutlich sogar als Übernachtungsplatz taugen würden.
Von dort laufen wir zurück in den Ort und starten unsere zweistündige Bootstour auf dem Douro.
Die Fahrt selbst ist herrlich entspannt und eröffnet noch einmal ganz andere Perspektiven auf die Weinberge und das Tal. Besonders auffällig finden wir dabei, wie dünn besiedelt die Region wirkt. Zwischen den Hängen tauchen immer wieder einzelne Quintas oder kleine Häuser auf, ansonsten dominiert vor allem Landschaft.
Und Weinberge. Sehr viele Weinberge.
Nach der Bootstour fahren wir weiter zur Quinta da Padrela. Dort gibt es mitten in den Weinbergen einen großen Stellplatz für Wohnmobile.
Als wir gegen 18 Uhr ankommen, ist der Platz bereits gut gefüllt. Verständlich — die Lage ist wirklich klasse. Dazu kommen Duschen, Toiletten und sogar ein Swimmingpool.
Und das Beste: Alles ist blitzblank sauber und hervorragend gepflegt.
Nach den Sanitäranlagen von Porto wissen wir das inzwischen nochmal deutlich mehr zu schätzen.
Etappendaten
| Tageskilometer | 171km |
| Fahrzeit | 10,3l / 100km |
| Durchschnittlicher Verbrauch | 3 Stunden 14 Minuten |







