Heute verlassen wir das Douro-Tal wieder. Unser grober Zielkorridor für den Tag: irgendwo rund um Torreira.
Als kleinen Ausgleich für unsere eher effiziente Anreise ins Douro-Tal entscheiden wir uns diesmal bewusst für die landschaftlich schönere Variante und folgen der berühmten N222 entlang des Douro. Und ja — das hat natürlich seinen Preis.
Man kommt hier eher gemächlich voran. Die Straße windet sich ständig am Fluss entlang, durch kleine Orte, an Weinbergen vorbei und immer wieder eröffnen sich grandiose Ausblicke auf den Douro. Da stört es dann auch nicht weiter, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit vermutlich irgendwo zwischen Fahrradtempo und gemütlicher Landpartie liegt.
Irgendwann werden wir aus irgendeinem Grund kurz auf eine mautpflichtige Autobahn geleitet. Heute entscheide ich mich einfach mal für Vertrauen in die Technik und fahre direkt durch die automatische Spur — schließlich haben wir ja unsere Bip&Go-Box. Allerdings piepst die Box bei der Durchfahrt nicht, was mich etwas irritiert. Und genau in diesem Moment beginnt dieses leichte ungute Gefühl, ob man gerade alles richtig gemacht hat oder ob in ein paar Wochen irgendwo eine portugiesische Rechnung mit saftigem Zuschlag auftaucht. Wir werden es herausfinden.
In Torreira angekommen, schauen wir zunächst kurz zum Strand. Nett, aber der nahe gelegene Parkplatz auf dem wir über Nacht stehen könnten, packt uns nicht so. Also fahren wir spontan weiter Richtung Süden und landen schließlich auf dem Camping Costa Nova.
Der Campingplatz liegt wirklich schön — direkt hinter den Dünen, praktisch unmittelbar am Strand. Viel näher ans Meer kommt man mit dem Wohnmobil kaum.
Groß Zeit verlieren wir allerdings nicht. Die Fahrräder werden abgesattelt und kurze Zeit später radeln wir auf dem Radweg in den etwa zwei Kilometer entfernten Ort Costa Nova. Und der gefällt uns sofort. Besonders auffällig sind die vielen Häuser mit ihren bunten, gestreiften Fassaden. Teilweise wirken sie fast ein bisschen wie Strandhütten aus einem alten Postkartenmotiv. Sehr fotogen und irgendwie herrlich entspannt.
Für das Abendessen haben wir uns die Bronze Seafood & Lounge Bar ausgesucht. Wir sitzen direkt am Strand, schauen aufs Meer und genießen unser Essen.
Mehr braucht so ein Abend eigentlich nicht.
Etappendaten
| Tageskilometer | 231km |
| Fahrzeit | 5 Stunden 55 Minuten |
| Durchschnittlicher Verbrauch | 9,3l / 100 km |







