Als ich morgens am Frühstückstisch in den Himmel schaue, fährt mir erstmal kurz der Schreck in die Knochen. Tiefschwarze Wolken ziehen auf uns zu. Also sofort der obligatorische Wetter-App-Check. Regenradar sagt: kein Regen. YR sagt: den ganzen Tag Regen. Perfekt. Genau die Art von Orientierungshilfe, die ich jetzt gebraucht habe.
Während wir noch überlegen, was wir glauben sollen, hole ich schon mal vorsorglich die Fahrräder vom Träger. Noch ein Blick zum Himmel — und plötzlich sieht es so aus, als würden die Wolken eher seitlich Richtung Osten abziehen statt direkt auf die Küste zuzukommen. Also beschließen wir: einfach losfahren.
Unser Ziel für heute ist Lagos. Der Weg dorthin führt uns zunächst durch Praia da Luz, meist einfach nur „Luz“ genannt. Dort fahren wir gemütlich über die Strandpromenade, die uns auf Anhieb richtig gut gefällt. Entspannte Atmosphäre, Meerblick und deutlich ruhiger als Lagos später am Tag.
Natürlich machen wir erstmal Pause für einen Kaffee direkt an der Promenade.
Danach geht es weiter nach Lagos.
Dort schauen wir uns zunächst einige der bekannten Strände an: Praia da Batata, Praia dos Estudantes und Praia da Caldeira.
Und ja — die Kulisse ist wirklich spektakulär. Kleine Strände, eingerahmt von goldfarbenen Felsen und türkisfarbenem Wasser. Genau diese Algarve-Postkartenmotive, die man überall sieht. Allerdings sind wir natürlich nicht die Einzigen, die das schön finden. Entsprechend voll ist es auch. Mit den Fahrrädern rollen wir anschließend weiter hinunter Richtung Markt. Dort angekommen stellen wir allerdings fest: geschlossen.
Das Rooftop-Restaurant des Marktes hat nämlich geöffnet. Also wird kurzerhand aus dem geplanten Marktbesuch ein Lunch mit Blick auf den Jachthafen. Kann man definitiv schlechter treffen.
Nach dem Essen schlendern wir noch etwas durch die Altstadt von Lagos. Viele Restaurants, viele kleine Shops, viele Menschen. Aber ehrlich gesagt zieht es uns relativ schnell wieder Richtung Küste.

Tradition zum 1. Mai. Das Aufstellen von Strohpuppen sogenannte “Maios”, markiert das Ende des Winters und den Beginn des Frühlings und die Fruchtbarkeit
Deshalb fahren wir anschließend zum Startpunkt des berühmten Boardwalks entlang der Klippen. Der Weg führt immer wieder an spektakulären Aussichtspunkten vorbei und eröffnet fantastische Blicke auf die Felsformationen und das Meer. Wirklich beeindruckend.
Allerdings sind einige der Strände derzeit gesperrt, vermutlich wegen Felssturzgefahr. Verständlich — auch wenn man natürlich trotzdem ständig Lust hätte, irgendwo hinunterzusteigen.
Am späten Nachmittag fahren wir schließlich noch einmal zurück nach Praia da Luz und gönnen uns dort an der Strandpromenade einen Sangria.
Und damit endet tatsächlich mal ein kompletter Tag ohne Regen. Bei Sonne. Und angenehmen Temperaturen.
Etappendaten
| Tageskilometer | – |
| Fahrzeit | – |
| Durchschnittlicher Verbrauch | – |













