Am Morgen werden wir vom Trommeln der Regentropfen auf dem Dach des Wohnmobils geweckt. Spätestens da ist klar: Uns steht mal wieder ein echter Regentag bevor. Und diesmal nicht nur so ein bisschen Nieselregen, sondern ordentliches Atlantikprogramm.
Kurz nach dem Frühstück zeigt sich zwar plötzlich die Sonne und weckt kurz Hoffnung. Doch kaum brechen wir auf, beginnt es wieder zu regnen. Unser Timing bleibt beeindruckend zuverlässig.
Eigentlich hatten wir geplant, mit dem Fahrrad am Strand entlangzufahren. Ein kurzer Blick aufs Regenradar beendet diese Idee allerdings ziemlich schnell. Wie sich später zeigt: eine sehr gute Entscheidung.
Stattdessen rufe ich kurzerhand ein Uber und wir fahren nach Aveiro.
Die Stadt wird gerne als „Venedig Portugals“ bezeichnet. Ganz so weit würden wir persönlich zwar nicht gehen, aber hübsch ist Aveiro definitiv. Ein Kanal zieht sich durch die Stadt und darauf fahren die typischen Moliceiro-Boote — bunt bemalte, gondelähnliche Boote, die früher zum Sammeln von Seegras genutzt wurden.
Unsere Stadterkundung verläuft heute allerdings in Etappen zwischen den Regenschauern. Immer wieder flüchten wir kurz unter Dächer oder in Hauseingänge, bevor wir die nächste trockene Phase nutzen, um weiter durch die Gassen zu schlendern.
Und das lohnt sich.
Viele Häuser sind bunt gestrichen, dazu kommen einige wirklich schöne Jugendstilgebäude, die der Stadt viel Charme verleihen. Gerade bei wechselndem Wetter wirkt das alles irgendwie besonders atmosphärisch.
Zwischendurch kehren wir zum Lunch ein und wärmen uns erstmal wieder auf.
Gegen 16 Uhr landen wir schließlich — auf Empfehlung von ChatGPT — in Ricardo’s Wine Bar.
Und manchmal hat die KI eben doch gute Ideen.
Die Weinbar hat eine richtig schöne Atmosphäre: gemütlich, entspannt und genau der richtige Ort für einen verregneten Nachmittag. Und das Beste: Kurz nach unserer Ankunft startet dort tatsächlich eine Weinprobe, an der wir natürlich spontan teilnehmen.
Verkostet werden Weine des Weinguts Casa de Paços. Insgesamt probieren wir sechs Weine und zusätzlich noch einen Portwein.
Spätestens an diesem Punkt ist klar: Unser Tag ist — trotz Regen — im positiven Sinne komplett gelaufen.
Und ehrlich gesagt: Genau solche unerwarteten Momente bleiben am Ende oft am meisten hängen.
Etappendaten
| Tageskilometer | – |
| Fahrzeit | – |
| Durchschnittlicher Verbrauch | – |













