Der Tag beginnt mit einem echten Erfolgserlebnis. Ich hatte ja berichtet, dass sich unser Fahrradträger nicht mehr vollständig ausziehen ließ und sich dadurch die Hecktür nicht komplett öffnen ließ. Ein ziemlich lästiges Problem – vor allem, wenn man ständig etwas aus dem Heck braucht. Zwischenzeitlich hatte ich Kontakt mit dem Kundendienst. Die Antworten kamen zwar schnell, waren aber leider nicht ganz widerspruchsfrei. Im Pössl Forum bekam ich schließlich den Tipp, den Träger einmal kräftig auszuziehen. Auch das hatte ich bereits erfolglos ausprobiert.

Inspiriert durch den Tipp des Kundendiensts man könne es auch mal mit Kriechöl versuche,  habe ich heute Morgen erst einmal eine ordentliche Portion WD-40 in die Schienen gesprüht und den Träger anschließend mehrfach mit Nachdruck hin und her gezogen. Und siehe da: Plötzlich flutscht ein kleiner Stein aus der Führungsschiene. Problem gelöst.

Der Träger lässt sich wieder vollständig ausziehen, die Hecktür geht wieder komplett auf – und meine Laune steigt schlagartig. Manchmal liegen zwischen Ärger und Glück eben nur ein Steinchen und etwas WD-40.

Gegen 11:00 Uhr schwingen wir uns auf die Fahrräder und radeln Richtung Bordeaux. Nach etwa 800 Metern bergab erreichen wir einen Radweg, der uns über 14 Kilometer praktisch ohne Steigungen direkt bis in die Stadt führt. So etwas wünsche ich mir auch für Frankfurt am Main.

Der Radweg nach Bordeaux ist Klasse!

Nicht überall sieht es so aus, aber dennoch läßt sich der Radweg gut fahren

In Bordeaux streifen wir zunächst durch das Altstadtviertel Saint-Pierre, das weitgehend autofrei ist und dadurch wunderbar entspannt wirkt. Besonders beeindruckend ist der Place de la Bourse mit seiner berühmten Wasserfläche. Wenn sich dort die Fassaden spiegeln, versteht man sofort, warum dieser Platz auf so vielen Fotos auftaucht. Auch das Grand Théâtre de Bordeaux ist absolut sehenswert – leider heute nur von außen.

Place de Bourse. Die Wasserfläche lädt zum Spielen mit der Kamera ein.

Place de Bourse

Brunnen auf dem Place de Bourse

Ansonsten treiben wir uns ohne festen Plan durch die Altstadt. Genau diese Art des Stadtbummels mögen wir besonders: kleine Gassen, Restaurants, Bistros, hübsche Läden und immer wieder schöne Ecken, die man ohne Ziel wahrscheinlich eher findet als mit Stadtplan.

Porte de Bourgogne

Pont de Pierre

Port Cailhau

Brunnen vor dem Monument au Girondins

Solche Arkaden sieht man immer wieder mal.

Erst gegen 16:30 Uhr machen wir uns auf den Rückweg. Schließlich wartet auf dem Stellplatz noch die Abendsonne – und die hat heute definitiv Priorität

Etappendaten

Tageskilometer
Fahrzeit
Durchschnittlicher Verbrauch

Übernachtungsplatz

Cénac, Chateau Du Garde

Cénac, Chateau Du Garde

Stellplatz auf einer Wiese. Blick auf Wein Parzelle. Abends Weinprobe. Freundlicher Empfang. Bordeaux in 45 Minuten erreichbar. Pro Nacht 10€.

44.7907829285 -0.455621600151 (lat,lng)   
N 44° 47' 27" W 0° 27' 20"