Heute zählt’s. Ich habe mir fest vorgenommen: Heute gehe auch ich in den Atlantik. Kein Ausreden mehr, kein „vielleicht später“, kein „der Wind ist aber frisch“.Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen und laufen runter zum Praia da Falésia. Große Strandliege-Aktion ist heute nicht geplant. Rein ins Wasser, trocknen und wieder zurück. Und tatsächlich: Ohne lange zu überlegen marschiere ich wagemutig in den Atlantik. 17 Grad. Schon… frisch . Aber wenn man erstmal drin ist, geht es tatsächlich. Mehr noch: Es ist sogar richtig schön. Wahrscheinlich muss man einfach die ersten Sekunden überleben.
Mission erfüllt also.
Am frühen Nachmittag schwingen wir uns dann aufs Fahrrad und fahren zum Supermarkt. Wir brauchen noch ein paar Dinge für den Abend.
Zurück am Wohnmobil setze ich mich daran, ein Thunfisch-Paté zuzubereiten. Das gibt es hier in vielen Restaurants als Couvert und wir finden es ausgesprochen lecker. Allerdings haben wir in den Supermärkten bisher nichts gefunden, was auch nur ansatzweise mithalten kann.
Also lege ich selbst Hand an.
Eine sehr fein geschnittene Schalotte, zwei bis drei Knoblauchzehen, Kapern, Jalapeños, etwas Sriracha-Mayonnaise, Crème fraîche und natürlich Dosen-Thunfisch. Alles gut verrühren und den Thunfisch mit der Gabel zerdrücken. Danach noch Salz, Pfeffer und zum Schluss ein wenig karamellisiertes Zwiebel-Chutney dazu, das wir tatsächlich noch von unserer Norditalien-Reise dabeihaben. Fertig ist ein ziemlich großartiges Thunfisch-Paté.
Leider schaffe ich es währenddessen mal wieder, meine Hose mit dem Öl aus der Thunfischdose zu beklecksen. Dafür habe ich inzwischen wirklich ein besonderes Talent entwickelt. Also sofort Hose auswaschen. Kaum sitze ich wenig später mit frischer Hose entspannt im Campingstuhl, scheißt mir doch tatsächlich ein Vogel direkt auf eben diese frisch angezogene Hose.
Unglaublich. Den zweiten Fleck des Tages entfernt diesmal dankenswerterweise Renate. Damit dürfte dann endgültig geklärt sein, warum ich grundsätzlich deutlich mehr Kleidung dabeihaben muss als sie.
Der späte Nachmittag gehört schließlich einem Strandspaziergang. Inzwischen ist Flut und wir sind ehrlich überrascht, wie schmal der Strand plötzlich geworden ist. Unser Ziel ist die Mirador Champagne Bar. Am Ende des Strandes verkündet Renate dann stolz, dass wir angekommen seien. Also setzen wir uns, bestellen Sangria und genießen erstmal den Blick.
Nur um kurz darauf festzustellen: Das ist gar nicht die richtige Bar.
Heute läuft’s wirklich rund.
Aber gut — für einen Wein ist immer noch ein wenig Platz.
Nachdem die Gläser leer sind, machen wir uns schließlich doch noch auf den Weg zur eigentlichen Mirador Champagne Bar. Die liegt oben auf den Klippen und gehört zum Pine Cliffs Resort.
Etwas schicker.
Etwas teurer.
Aber auch wirklich wunderschön.
Wir sitzen dort gemütlich mit Blick auf den Atlantik und die roten Felsen der Algarve. Die Sonne steht inzwischen tief und taucht die Klippen langsam in ein intensives Rot. Der Rückweg führt uns wieder über den Strand. So darf ein Tag gerne enden.
Etappendaten
| Tageskilometer | – |
| Fahrzeit | – |
| Durchschnittlicher Verbrauch | – |
Übernachtungsplatz

Algarve Motorhome Park Falesia
Stellplatz für 100 Wohnmobile. Von Pinien umgeben. 400m durch einen Pinienwald zum sagenhaft schönen Strand Falesia. Für Dusche und Toilette werden pro Nutzung 50 Cent berechnet. Wir zahlen für drei Nächte 40€. Alles blitzsauber und perfekt organisiert.37.0886306763 -8.16234493256 (lat,lng)
N 37° 5' 19" W 8° 9' 44"












