Heute haben wir nur eine kurze Etappe vor uns: rund 80 Kilometer bis zur Dune du Pilat. Mit etwa 110 Metern Höhe, 2,7 Kilometern Länge und rund 500 Metern Breite gilt sie als höchste Wanderdüne Europas. Wir steuern einen Campingplatz an, der direkt an der Düne liegt – praktischer geht es kaum. Die Fahrt dorthin ist angenehm kurz und wird nur von einem strategisch wichtigen Zwischenstopp bei Intermarché unterbrochen, um unsere Vorräte aufzufüllen. Reisen ist eben auch Logistik.
Gegen 13:30 Uhr erreichen wir den Campingplatz und machen erst einmal das, was man nach einer kurzen Fahrt am besten macht: nichts. Renate testet den Pool, der zu diesem Zeitpunkt fest in Kinderhand ist. Ich entscheide mich stattdessen für die ruhigere Variante und mache es mir mit meinem Buch gemütlich. Gegen 18:00 Uhr brechen wir dann zum eigentlichen Highlight auf: der Aufstieg auf die Düne. Dank der Treppe ist das Ganze in etwa zehn Minuten erledigt – konditionell also überschaubar. Oben wartet ein spektakulärer Blick. Meer, Wald, Sand – wirklich beeindruckend. Allerdings wartet dort auch ein ziemlich heftiger Wind. Und mit Wind meine ich nicht „angenehme Brise“, sondern eher „kostenloses Sandstrahlgerät“. Der feine Sand peitscht uns ins Gesicht und sorgt für ein sehr intensives Peeling. Wer schon immer wissen wollte, wie sich Nadelstiche aus Sand anfühlen – hier bekommt man die Antwort.So schön die Aussicht auch ist: Gemütlich ist anders. Entsprechend lange halten wir es oben nicht aus und treten bald den Rückweg an.
Am Abend setzen wir uns auf den freien Stellplatz des Nachbarn, der etwas höher liegt, und genießen von dort noch einmal den Blick auf die Düne. Diesmal ganz ohne Sand im Gesicht.
Etappendaten
| Tageskilometer | 78 km |
| Fahrzeit | 1 Stunde 23 Minuten |
| Durchschnittlicher Verbrauch | 8,4 l/100km |





