Anreise zur Biennale

Wie geplant fahren wir mit dem Bus zum Piazzale Roma und steigen dort ins Vaporetto um, das uns bis zur Haltestelle Giardini bringt. Von dort sind es nur wenige Schritte bis zur Biennale Architettura – heute hat sie tatsächlich geöffnet. Der Eingang ist allerdings nicht ganz leicht zu finden, die Beschilderung könnte besser sein.

Heute nehmen wir uns die Länderpavillons vor, morgen soll das Arsenale folgen. Das zentrale Thema der Biennale: Architektur soll durch die Einbeziehung unterschiedlicher Intelligenzformen flexibler, dynamischer und nachhaltiger werden. Manche Pavillons sind sehr abstrakt – nicht alles erschließt sich uns sofort. Doch einige beeindrucken nachhaltig.

Der deutsche Pavillon – „Stresstest“

Der deutsche Beitrag thematisiert die Folgen der Erderwärmung für den Menschen. Die Präsentation wirkt eindringlich und macht klar, wie massiv uns Klimaveränderungen herausfordern werden.

Call to action

Stresstest

Stresstest

Stresstest

Kanada – „Picoplantonics“

Im kanadischen Pavillon geht es um Picoplankton, eine der frühesten Lebensformen auf der Erde. Diese Mikroorganismen können atmosphärisches CO₂ binden. Während der Ausstellung wurden „mannshohe“ Strukturen mithilfe von 3D-Druck gezüchtet – ein faszinierender Blick in die Zukunft von Natur und Technik.

Picoplanktum Struktur aus dem 3D Drucker

Frankreich – „Leben mit der Umwelt und der Landschaft“

Der französische Pavillon präsentiert spannende Projekte, die zeigen, wie Kreisläufe neu gedacht werden können. Besonders beeindruckend: Aus gerodeten Schlehen entstehen Austernpilze, die wiederum zu steinähnlichen Strukturen verarbeitet werden können – Materialien, die ein Vielfaches ihres Eigengewichts an CO₂ speichern.

Spanien – Architektur als Transformation

Der spanische Beitrag macht deutlich, dass jede Konstruktion zugleich Dekonstruktion bedeutet. Jede Bautätigkeit ist somit Teil einer Transformation, die Altes verändert und Neues entstehen lässt.

Serbien – Das Netz der Veränderung

Im serbischen Pavillon hängt ein gigantisches, automatisiert geknüpftes Netz an der Decke. Langsam drehende Rollen rekonstruieren es Stück für Stück zurück in seinen Ursprung: Garn auf einer Rolle. Auch hier wird Architektur als fortwährender Prozess von Transformation greifbar.

Das Netz der Veränderung

Gemeinsame Botschaften der Biennale

Viele Pavillons unterstreichen die Idee, dass es ein Umdenken in der Architektur erfordert: Es gibt keinen Abfall. Material wird lediglich einer Transformation unterzogen und ist in nachhaltigen Transformationen wieder zu verwenden. Dies zeigt der dänische Pavillon: dieser wird gerade restauriert hier wird genau dieses Prinzip angewendet.

Fazit: Nachdenklich, aber optimistisch

Am Abend verlasse ich die Biennale mit vielen Denkanstößen. Die Vielfalt an Projekten, Ideen und Visionen stimmt mich optimistisch für die Zukunft. Entscheidend bleibt jedoch das Bewusstsein, dass Veränderung die einzige Konstante ist – ganz im Sinne Darwins: Only the fittest survive.

Eindruck vom skandinavischen Pavillon

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Etappendaten

Tageskilometer
Fahrzeit
Durchschnittlicher Verbrauch

Übernachtungsplatz

Camping Venezia Village

Camping Venezia Village

Platz direkt vor der Lagune in Venedig. Sanitäranlagen neu. Absolut top! Restaurant vorhanden, nicht getestet. Die Plätze sind auf geschotterten Untergrund. Alle 15 Minuten fährt ein Bus nach Venedig. Fahrtzeit ca 15 Minuten. Absolut perfekt!!! Wir haben im September mit der Acsi Card für zwei Personen 28€ / Nacht bezahlt.

45.4808 12.2753 (lat,lng)   
N 45° 28' 51" E 12° 16' 31"