Durch die Markthallen von Olhão

Bevor wir heute zur Bootsrundfahrt aufbrechen, schlendern wir noch durch die Markthallen von Olhão. Hier gibt es wirklich alles: Obst, Gemüse, Fleisch, Käse und natürlich jede Menge Fisch und Meeresfrüchte. Am liebsten hätten wir direkt eingekauft. Das Problem: Wir müssten alles den ganzen Tag mit uns herumschleppen. Also bleibt es bei zwei Kleinigkeiten, die trotzdem unbedingt mit mussten: Flor de Sal und ein Glas Orangenblütenhonig.

Markthalle Olhao

Unterwegs im Naturpark Ria Formosa

Pünktlich um 11 Uhr startet unsere Bootstour durch den Naturpark Ria Formosa. Mit 16 Personen ist das Boot angenehm überschaubar besetzt.

Die Lagunenlandschaft ist wirklich beeindruckend. Da gerade Ebbe herrscht, liegen überall Sandbänke frei. Dadurch werden auch die Austern- und Muschelfarmen sichtbar, auf denen fleißig gearbeitet wird. Ein großer Teil der Austern- und Muschelernte Portugals stammt offenbar von hier. Die Austern werden größtenteils nach Frankreich exportiert.

Arbeiten auf den Sandbänken bei Ebbe

Erster Stopp: Armona

Unser erster Halt ist Armona auf einer der vorgelagerten Inseln. Hier stehen etwa 800 Häuser, von denen allerdings nur noch rund 100 dauerhaft bewohnt sind. Viele Gebäude sind verfallen oder werden inzwischen über Airbnb vermietet. Dadurch hat der Ort leider einiges von seiner ursprünglichen Atmosphäre verloren.

Trotzdem macht es Spaß, durch die kleinen Gassen zu laufen, die teilweise einfach aus Sand bestehen. Besonders spannend: Bei Flut reicht das Wasser teilweise bis direkt an die Häuser. Einige der meerseitigen Häuser sind dann tatsächlich nur noch per Boot erreichbar.

Armona

Armona

Armona

Armona

Armona

Armona

Armona

Fischerdorf Culatra

Der nächste Stopp führt uns nach Culatra, ein kleines Fischerdorf mitten im Nationalpark. Hier gelten besondere Regeln: Häuser dürfen nur an Nachfahren weitergegeben oder günstig an Einheimische verkauft werden. Damit soll Immobilienspekulation verhindert werden. Rund 1000 Menschen leben hier.

Der Ort wirkt gemütlich und angenehm unaufgeregt. Kleine Bars, Cafés und Restaurants verteilen sich zwischen den Häusern. Eigentlich wollten wir von hier noch bis zur Atlantikküste laufen. Aber wir sind — wie Renate es treffend formuliert — „zu Depp“ und setzen uns erstmal gemütlich zum Lunch hin. Der Fisch ist zwar ausgesprochen lecker und günstig, kostet uns aber am Ende die Zeit für den Spaziergang bis zum Atlantik. Manchmal setzt man Prioritäten eben spontan, auch falsch.

Am “Tor” zum Atlantik. Sand soweit das Auge reicht.

Culatra

Culatra

Culatra

Culatra

Culatra

Culatra

Culatra. Das hier Fischer leben ist deutlich zu sehen

Culatra. Hier geht es zum Atlantik

Vogelbeobachtung im Park Marim

Zurück in Olhão gönnen wir uns erst einmal einen Kaffee, bevor wir wieder Richtung Campingplatz radeln. Unterwegs machen wir noch einen Abstecher in den Parque Natural da Ria Formosa – Marim. Dort gibt es mehrere kleine Beobachtungshütten für Vogelbeobachtungen. Wir entdecken Reiher und Störche, die in den Marschwiesen nach Nahrung suchen. Gerade zum Tagesende hat die Landschaft eine richtig schöne Stimmung.

Reiher im Marim Park

Störche im Marim Park

Im Marim Park

Der Abstecher hat sich definitiv gelohnt und bildet einen gelungenen Abschluss für einen wirklich abwechslungsreichen Reisetag.

Etappendaten

Tageskilometer
Fahrzeit
Durchschnittlicher Verbrauch

Übernachtungsplatz

Olhão – Camping Mais

Großer Campingplatz nahe Olhao. Schwimmbad vorhanden. Platz unter Pinien. Sanitär sauber. Gut um Olhao zu erkunden oder den Naturschutzpark Rio Formosa. 16,80/Nacht.

37.0360946655 -7.81570005417 (lat,lng)   
N 37° 2' 10" W 7° 48' 57"