Kennst Du das? Irgendwann stellst Du fest, dass Du Dich um etwas kümmern musst. Und genau an dem Tag, an dem es wichtig wird, schießt es Dir plötzlich wieder durch den Kopf: Hmmm… da war doch was. Genau so ein Tag ist heute.
Der Start läuft eigentlich gut. Fahrradträger auf die Anhängerkupplung, Fahrräder drauf – fertig zur Abfahrt. Denkste. In dem Moment stelle ich fest, dass sich die Hecktüren nicht mehr vollständig öffnen lassen. Das Problem hatte ich schon letztes Jahr in Norditalien. Damals dachte ich noch: „Kümmerst Du Dich später drum.“ Tja – später ist jetzt. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als mich unterwegs damit auseinanderzusetzen.
Davon abgesehen verläuft die Fahrt angenehm und entspannt. Nach rund 3,5 Stunden erreichen wir unseren ersten Stopp im Elsass, in Eguisheim, bei einem Winzer. Die Vorfreude auf eine kleine Weinprobe ist groß – und wird direkt wieder ausgebremst: Sonntags gibt es hier leider keine Verkostung.
Schon während der Fahrt ist uns ein kleiner Fleck auf der Windschutzscheibe aufgefallen. In Eguisheim wird daraus Gewissheit: ein Steinschlag. Als wäre das nicht genug, streikt kurz darauf auch noch die Toilettenspülung. Zumindest das lässt sich schnell lösen – eine durchgebrannte Sicherung ist der Übeltäter und schnell ersetzt. Morgen geht es dann zu Carglass nach Colmar. Mal sehen, ob sich der Schaden reparieren lässt.
Am Nachmittag zeigt sich Eguisheim von seiner weniger einladenden Seite: 10 Grad, Regen, grauer Himmel. Wir lassen uns trotzdem durch die Gassen treiben – lange allerdings nicht. Zu verlockend ist die erste Bar, in die wir uns auf einen Crémant retten.
Zum Abschluss des Tages geht es ins „Kas Fratz“. Es gibt Flammkuchen – und der ist genau das Richtige nach diesem durchwachsenen Start: warm, herzhaft und richtig gut.
Etappendaten
| Tageskilometer | 285 km |
| Fahrzeit | 3 Stunden 24 Minuten |
| Durchschnittlicher Verbrauch | 8,6l / 100km |








