Unser Endziel heute ist San Sebastián – nicht wirklich weit entfernt, aber immerhin: ein neues Land. Spanien! Bevor wir die Grenze überqueren, legen wir noch einen Zwischenstopp in Hendaye ein, einem baskischen Ort direkt an der Grenze.

Hendaye macht sofort einen entspannten Eindruck. Ein langer, breiter Sandstrand, moderate Brandung – perfekt zum Baden und für Surfanfänger. Entsprechend viele Surfer sehen wir, die hier ihre ersten Versuche machen. Parallel dazu eine Gruppe, die im Meer Wassergymnastik betreibt. Wir laufen die Strandpromenade auf und ab, schlendern am Yachthafen entlang und genießen die entspannte Atmosphäre.

Hendaye: langer, breiter Sandstrand mit geringer Brandung

Schöne Häuser säumen die Strandpromenade

Schöne Häuser säumen die Strandpromenade

Die Architektur ist wohl typisch für das Baskenland.

Auf der anderen Seite von Hendaye beginnt Spanien

Dann geht es weiter Richtung Spanien. Kaum haben wir Hendaye verlassen, zieht der Himmel zu und es beginnt zu regnen. Scheibenwischer an. Willkommen im Baskenland. Glücklicherweise bleibt der Regen hinter uns zurück und erreicht San Sebastián nicht mehr. In der Stadt angekommen, wartet die nächste Herausforderung: Stellplatzsuche.

Wir hatten uns einen Platz direkt in der Stadt ausgesucht. Leider hatten offenbar auch viele andere die gleiche Idee. Jeder Quadratmeter ist belegt. Proppenvoll. Auch die umliegenden Straßen sind dicht. Also Plan B. Ein Campingplatz etwas außerhalb, dafür mit Busanbindung. Mit der ACSI Card bekommen wir den Platz für 27 Euro. Der Bus bringt uns in etwa 30 Minuten in die Innenstadt und fährt im Halbstundentakt. Letzte Rückfahrt um 22:00 Uhr – also alles entspannt planbar.

Und dann: San Sebastián. Die Stadt ist voller Energie. Sie wirkt lebendig, fast schon vibrierend. Überall Menschen, auffallend viele junge Leute, eine unglaubliche Dichte an Bars, Restaurants und kleinen Läden. Renate ist schnell im Shopping-Modus.

Auch San Sebastian hat einen langen Sandstrand mit geringer Brandung

Schöne Ausblicke auf die Bucht vor San Sebastian

Schöne Ausblicke auf die Bucht vor San Sebastian

Haben wir so noch nie gesehen. Sandkunst.

Haben wir so noch nie gesehen. Sandkunst.

Schöne Architektur

Hier ging die Post ab.

Hier ging die Post ab.

Am Abend starten wir unsere Pintxos-Tour. Wir ziehen durch mehrere Bars und probieren uns durch die Auslagen. Pintxos sind kleine, oft kunstvoll angerichtete Häppchen – meist auf Brot serviert, aber in der Umsetzung erstaunlich kreativ. Manche davon sind regelrechte Mini-Kunstwerke. Wir sind begeistert, wir lieben Pintxos.

Gegen 21:00 Uhr bringt uns der Bus zurück zum Campingplatz. Kostenpunkt: 1,95 Euro pro Person. Da fragt man sich schon, warum der öffentliche Nahverkehr in vielen Teilen Europas so günstig ist. Zum Vergleich: In Frankfurt am Main hätten wir für eine ähnliche Strecke etwa 5,60 Euro pro Person bezahlt. Vielleicht sollte unser Verkehrsminister mal eine kleine Studienreise unternehmen.

Etappendaten

Tageskilometer 64 km
Fahrzeit 2 Stunden 9 Minuten
Durchschnittlicher Verbrauch 10,9 l/100km

Übernachtungsplatz

(lat,lng)