Ankunft in Bobbio
Wir verlassen unseren Stellplatz in Rivergaro mit dem Ziel Bobbio, das 2019 zur schönsten Stadt Italiens gekürt wurde. Kaum sind wir unterwegs, setzt starker Regen ein. Vorsichtshalber stelle ich das Wohnmobil unter einen Baum, um die Lage zu checken und Schutz vor möglichem Hagel zu haben. Doch der Schauer ist schnell vorbei, und nur wenige Kilometer weiter ist die Straße bereits wieder trocken – und bleibt es den ganzen Tag trocken.
In Bobbio steuern wir den kommunalen Wohnmobilstellplatz an. Ein großzügiges Areal für rund 60 Mobile, mit Strom- und Wasserversorgung sowie ausreichend Abstand zum Nachbarn. Sauber und toller Ausblick auf die grünen Hänge des Trebbia Tals – einfach klasse!
Sonne, Hügel und erste Eindrücke
Bis zum Nachmittag genießen wir die Sonne und den Blick auf die grünen Hügel jenseits des Trebbia-Flusses. Gegen 15 Uhr brechen wir schließlich zur Erkundung der Stadt auf.
Unser erstes Ziel: die Ponte Gobbo, eine alte Steinbogenbrücke aus dem Jahr 1196 und das Wahrzeichen der Stadt. Danach geht es weiter durch die kleinen mittelalterlichen Gassen, die idyllisch im Tal des Trebbia liegen. Es macht Spaß, einfach loszulaufen und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.
Entdeckungstour und kleine Enttäuschungen
Unser Weg führt uns zum Castello Malaspina. Leider müssen wir feststellen, dass es dienstags geschlossen ist – der Aufstieg war also umsonst.
Da wir heute in Bobbio essen möchten, suchen wir nach einem passenden Restaurant. Laut Google sollte das Alberto Ristorante Picantino geöffnet haben, doch vor Ort erfahren wir, dass es erst um 19:30 Uhr öffnet. Schade!
Die nächste Option ist die Osteria Braceria il Barone, die angeblich ab 18:00 Uhr geöffnet hat. Die Stunde bis dahin verbringen wir gemütlich bei einem Aperitif in einer Bar. Als wir pünktlich eintreffen, folgt jedoch die nächste Enttäuschung: Auch hier öffnen die Türen erst um 19:30 Uhr.
1,5 Stunden weiter herumzusitzen, wollen wir nicht. So landen wir schließlich in einer kleinen Pizzeria zum Takeaway. Das Essen ist zwar nicht besonders lecker, aber immerhin günstig.
Ausklang in Bobbio
Auf dem Rückweg gönnen wir uns noch ein Glas Wein in einer Bar. Damit beschließen wir unseren ersten Tag in Bobbio ein gelungener Ausflug trotz kleiner kulinarischer Rückschläge. Ob nun Bobbio die schönste Stadt Italiens ist, mag ich nicht beurteilen. Das musst Du selbst herausfinden. Einen Besuch ist sie allemal wert.
Etappendaten
| Tageskilometer | 27,4km |
| Fahrzeit | 0 Stunden 39 Minuten |
| Durchschnittlicher Verbrauch | 9,1l/100km |
Übernachtungsplatz

Area Camper Bobbio
Stellplatz ein paar hundert Meter von der Altstadt von Bobbio entfernt. 60 Mobile haben wir Platz. Der Platz ist großzügig, sauber. Es gibt Picknickbänke, einen Spielplatz und Küchenbecken zum Abwaschen. Entsorgung von Grauwasser möglich, Strom 4€/8 Stunden. 15€ für 24 Stunden. Ist bis jetzt der beste öffentliche Stellplatz, den wir gesehen haben. Dank an die Gemeinde Bobbio!













