Wir sind erst seit Corona mit dem Wohnmobil unterwegs, haben also keinen Vergleich, wie es früher war. Was wohl auch gut ist. Bislang habe ich auf die Frage, wie es denn mit den Campingplätzen so ist, immer wahrheitsgemäß geantwortet, dass wir bislang immer noch einen Platz gefunden haben. Das kann ich ab heute nicht mehr antworten.

Aber der Reihe nach: Von Dinkelsbühl fahren wir zum Lechstaustausee, wo wir einen der letzten beiden Stellplätze gebucht hatten. Hier treffen wir Freunde. Wir kommen kurz nach 13:00 Uhr an, das Wetter ist wolkig bis sonnig. Der Platz ist wirklich riesig. Irgendwo haben wir etwas von 800 Plätzen gelesen. Wahnsinn! Und der Platz ist ausgebucht.

Unser Stellplatz ist quasi dem Campingplatz angegliedert. Die Campingplatz-Infrastruktur können wir mitnutzen. Der Platz ist nicht wirklich schön, aber okay.

Unsere Freunde stehen direkt am See – traumhaft schön. Am Nachmittag sitzen wir zusammen am See, lassen uns von der Sonne wärmen und plaudern ein wenig. Eigentlich wirklich schön, wenn da nicht die Situation um unsere Weiterreise wäre.

Am Morgen habe ich nämlich bereits versucht, einen Platz in oder um Meran herum zu finden. Ich habe jeden Platz abtelefoniert. Alles ausgebucht. In Bozen und um Bozen herum, am Kalterer See – überall das Gleiche: „Wir sind völlig ausgebucht.“ Immer wieder die gleiche Antwort: „Erst wieder …“

Ganz Südtirol scheint von Campern belagert zu werden. Sehr bitter!

Dazu kommt noch, dass offensichtlich das Mobilnetz hier um den Platz vollkommen überlastet ist. Die Verbindung zum Funkmast ist offensichtlich okay, aber eine Datenübertragung ist praktisch nicht möglich, was die Recherche nicht gerade einfacher macht. Zu viele Menschen an einem Ort, die vermutlich alle surfen.

Die einzigen Optionen, die sich uns eröffnen, sind, hier am Lechstaustausee um zwei Tage zu verlängern und danach auf der Schärtner Alm und in Sexten unterzukommen. Das heißt, wir werden für unsere Verhältnisse untypisch jetzt völlig unabhängig vom Wetter-Forecast jeweils fünf Tage auf der Schärtner Alm und fünf Tage in Sexten verbringen.

Alles ziemlich frustrierend.

Quintessenz: Südtirol geht wohl nur mit Reservierungen weit genug im Voraus.

Weitere Bilder gibt es heute leider nicht.

Etappendaten

Tageskilometer 192 km
Fahrzeit 3 Stunden 0 Minuten
Durchschnittlicher Verbrauch 8,3l/100km

Via Claudia, Lechbruck am See

Via Claudia, Lechbruck am See

Riesiger Platz bei Lechbrück am Lechtaler See. Sanitär einwandfrei. Die Plätze direkt am See sind wirklich klasse. Auf den Stellplätzen, die an den Campingplatz angegliedert sind, gibt es im unteren Bereich Plätze mit Blick auf den See. Auch absolut empfehlenswert. Ansonsten ist die Funkzelle offensichtlich überlastet, so dass mobiles Internet de-fakto nicht wirklich funktioniert. Guter Ausgangspunkt für Radtouren und Wanderungen.

47.7156524658 10.8206443787 (lat,lng)   
N 47° 42' 56" E 10° 49' 14"