62 Tage waren wir mit dem Wohnmobil durch Frankreich, Spanien und Portugal unterwegs. Insgesamt sind wir 7.052 Kilometer gefahren. Unser Dieselverbrauch lag bei 9,4 Litern pro 100 Kilometer, die gesamte Fahrzeit betrug 117 Stunden.
Das Wetter während unserer Anreise durch Frankreich und Spanien zeigte sich sehr wechselhaft. Während wir in Frankreich noch angenehme Temperaturen und schönes Wetter hatten, wurde es auf der Iberischen Halbinsel kalt und regnerisch. Das bewog uns schließlich dazu, von San Sebastián aus auf direkterem Weg Richtung Portugal weiterzufahren.
Auch unsere Zeit im Norden Portugals war leider von eher kühlem und wechselhaftem Wetter geprägt. Das trieb uns letztlich recht schnell weiter Richtung Algarve, wo wir dann endlich deutlich mehr Sonne genießen konnten.
Die spannende Frage ist natürlich, woran wir uns in ein paar Jahren noch erinnern werden. Wie immer fällt uns die Auswahl schwer, denn auch diese Reise – und insbesondere Portugal – hat uns insgesamt sehr gut gefallen.
Woran werden wir uns also vermutlich noch erinnern? An genau diese Momente:
Dijon – Die mittelalterliche, gotisch geprägte Stadtarchitektur hat uns bei unserem Besuch besonders gut gefallen.
Beaune – Die kleinen Rebstöcke im Burgund, die meist in der Guyot-Erziehung kultiviert werden, und die hohe Qualität der Weine gehören genauso zum Bild der Region wie das beeindruckende Hôtel-Dieu. Das 1443 gegründete Hospiz mit seinen farbenprächtigen Dachziegeln ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Burgunds.
Saint-Émilion – Wein gehört hier natürlich zum Pflichtprogramm. Besonders beeindruckt hat uns aber die unterirdische Felsenkirche aus dem 11. Jahrhundert, die direkt in den Kalkstein gehauen wurde.
Bordeaux – Die Lage an der Garonne und vor allem die beeindruckende klassizistische Architektur des 18. Jahrhunderts haben uns begeistert. Elegante Fassaden, breite Boulevards und repräsentative Palastbauten prägen das Stadtbild.
Arcachon – Vor allem wegen der Dune du Pilat. Die größte Wanderdüne Europas einmal hinaufzulaufen und den Blick über die Küste und den Atlantik zu genießen, war definitiv ein Höhepunkt.
San Sebastián – Der Sichelstrand La Concha, die wunderschöne Altstadt und natürlich das Essen. Ob Sterne-Küche oder einfach leckere Pintxos in einer der vielen Bars – hier kommt man kulinarisch voll auf seine Kosten.
Santillana del Mar – Einer der schönsten historischen Orte, die wir auf dieser Reise besucht haben. Ein kleiner Ort, der fast wie aus einer anderen Zeit wirkt.
Ourense – Die Thermalquellen waren eine angenehme Überraschung. Nach einem langen Reisetag in warmem Wasser zu sitzen, hat durchaus seine Vorteile.
Porto – Das Fado-Konzert und das lebhafte Treiben in der Markthalle haben uns besonders gut gefallen.
Algarve – Die Spaziergänge entlang der spektakulären Felsenküste gehören zu den landschaftlichen Höhepunkten dieser Reise.
Tavira – Für uns eine der schönsten Städte an der Algarve – entspannt, charmant und deutlich ruhiger als viele andere Orte.
Flussbadestellen – Das Baden in den zahlreichen Flüssen im Landesinneren Portugals war eine wunderbare Abwechslung zu den Stränden der Algarve.
Salamanca – Die historische Universität und die eindrucksvolle Altstadt haben den Zwischenstopp absolut lohnenswert gemacht.
Carcassonne – Der Rundgang durch die beeindruckende Festungsstadt war ein gelungener Abschluss unserer Reise.
Was sich auf der Reise bewährt hat
Neben all den schönen Eindrücken gab es auch ein paar praktische Erkenntnisse.
Die Dieselpreise waren in Spanien deutlich günstiger als in Frankreich und Portugal. Deshalb haben wir unsere Tankstopps entsprechend geplant: Bevor wir Spanien verlassen haben, wurde der Tank noch einmal vollgemacht. Umgekehrt versuchten wir, mit möglichst leerem Tank wieder nach Spanien einzureisen. Das hat sich über die gesamte Reise durchaus bemerkbar gemacht.
Auch die Mautbox von Bip&Go hat sich bewährt. Gerade auf den französischen Autobahnen war es angenehm, die Mautstationen ohne Ticket und ohne jedes Mal bezahlen zu müssen passieren zu können. Ein kleiner Schwachpunkt ist allerdings die App: Die Kostenaufstellung ist teilweise erst Wochen später vollständig verfügbar. Wer seine Reisekosten zeitnah im Blick behalten möchte, braucht hier also etwas Geduld.
Portugal hat uns landschaftlich und kulinarisch begeistert. Auch wenn das Wetter gerade zu Beginn nicht immer mitgespielt hat, war es eine Reise, an die wir noch lange gerne zurückdenken werden. Und wer weiß – vielleicht führt uns die nächste Reise ja wieder einmal auf die Iberische Halbinsel.