Mit der historischen Tram durch Lissabon
Heute steht noch einmal Familienzeit auf dem Programm. Wir treffen uns an der Praça do Comércio. Unser Plan: eine Runde mit einer der historischen Straßenbahnen drehen — allerdings bewusst nicht in den völlig überfüllten regulären Trams, sondern mit einer touristischen Rundfahrt. Wir buchen die „Hills Red Tram Tour“.
Als die Bahn einfährt, erklärt uns der junge Mitarbeiter allerdings, dass dies die „Golden Royal Tour“ sei, die ebenfalls im Ticket enthalten ist und rund 1 Stunde 50 Minuten dauert. Nun gut. „Golden“ und „Royal“ klingt schließlich erstmal ziemlich vielversprechend.
Mehr Royal als spannend
Leider ist der Name der Tour am Ende interessanter als die Fahrt selbst. Die Strecke führt Richtung Belém, dreht allerdings schon vorher wieder um. Während der Fahrt erwähnt unsere Tochter irgendwann die LX Factory — ein kreatives Areal mit Konzeptstores, Restaurants und Kunst. Daraufhin bietet uns der Fahrer spontan an, dort auf dem Rückweg außerplanmäßig rauszulassen. Perfekt. Also steigen wir kurzerhand aus und schlendern ungeplant durch die LX Factory.
Ein Paradies für Konzeptstores
Die LX Factory entpuppt sich schnell als absolutes Paradies für unsere Tochter. Überall kleine Designläden, kreative Shops, Cafés und Restaurants. Ein bisschen Hipster, ein bisschen Kunst, ein bisschen Industrial-Charme — aber auf eine ziemlich angenehme Art. Nachdem alle interessanten Läden ausgiebig inspiziert wurden, finden wir schließlich auch noch ein schattiges Plätzchen für ein entspanntes Lunch. Bei den Temperaturen definitiv Gold wert.
Die deutlich bessere Tram-Tour
Danach geht es mit der Straßenbahn zurück zur Praça do Comércio, denn die ursprünglich gebuchte 50-minütige Hills Tour wollen wir natürlich trotzdem noch machen. Und die gefällt uns deutlich besser. Die Strecke führt durch die interessanteren und engeren Viertel von Lissabon, vorbei an steilen Gassen, alten Häusern und den typischen Straßenbahnkurven.Genau so hatten wir uns das vorgestellt.
Ab ins Ozeanarium
Mittlerweile ist es fast 17 Uhr. Die große Frage: Was machen wir jetzt noch mit dem angebrochenen Tag? Unsere Entscheidung fällt auf das Oceanário de Lisboa, das zweitgrößte Aquarium Europas. Allerdings liegt es etwas außerhalb und die Uber-Fahrt zieht sich ordentlich. Gegen 18 Uhr kommen wir schließlich an. Geöffnet ist zum Glück bis 20 Uhr.
Das Aquarium zeigt die Unterwasserwelten der verschiedenen Ozeane — und das absolute Highlight ist natürlich das riesige zentrale Becken mit Haien, Rochen und unzähligen anderen Meeresbewohnern. Wirklich beeindruckend.
Eigentlich könnte man locker drei Stunden dort verbringen. Leider zwingt uns die Uhr irgendwann doch zum Aufbruch.
Ein Octopuss zumindest halte ich ihn dafür[/caption]
Ein leckerer Abschied
Denn wir hoffen noch rechtzeitig zu unserer Tischreservierung im Santelmo um 20 Uhr zu kommen.
Telefonisch erreichen wir dort niemanden, entsprechend nervös werden wir unterwegs ein wenig.
Am Ende haben wir Glück: Unser Tisch ist sogar um 20:30 Uhr noch frei, obwohl draußen bereits Gäste Schlange stehen.
Und das Warten lohnt sich.
Das Essen ist ausgesprochen lecker und bildet einen perfekten Abschluss für diesen Tag.
Danach verabschieden wir uns von unserer Tochter und ihrem Freund und fahren etwas wehmütig, aber gleichzeitig auch sehr glücklich zurück zu unserem Campingplatz.
Etappendaten
| Tageskilometer | – |
| Fahrzeit | – |
| Durchschnittlicher Verbrauch | – |

















