Mit der Fähre zur Ilha de Tavira
Heute steht mal wieder ein Strandtag auf dem Programm. Vom Cais das Quatro Águas bringt eine kleine Fähre ihre Passagiere stündlich in wenigen Minuten zur Ilha de Tavira — einer vorgelagerten Insel vor der Küste von Tavira.
Renate hat irgendwo gelesen, dass es dort einen familienfreundlichen Strand mit ruhigem Wasser geben soll. Da der Strand allerdings direkt am Atlantik liegt, bin ich vorsichtig skeptisch.
Vom Stellplatz bis zum Fähranleger brauchen wir mit dem Fahrrad gerade einmal zehn Minuten. Auf der Insel angekommen wird schnell klar: Das hier ist definitiv kein Geheimtipp mehr. Der Weg Richtung Strand ist gesäumt von Restaurants, Bars und jeder Menge Menschen. Und noch bevor wir das Meer überhaupt sehen, hören wir bereits die Wellen des Atlantiks.
Damit ist auch der Traum vom ruhigen Wasser schnell erledigt.
Atlantik bleibt Atlantik
Die Wellen sind ordentlich, die gelbe Flagge weht und an entspanntes Schwimmen ist hier eher nicht zu denken. Aber gut — jetzt sind wir schon mal da. Also gönnen wir uns für 15 Euro einen Platz unter einem Sonnenschirm und beobachten erstmal das Geschehen. Während wir dort liegen, schmieden wir bereits Plan B.
Von der Fähre aus hatten wir auf der Lagunenseite der Insel einen geschützten Sandstrand gesehen. Ruhiges Wasser, keine großen Wellen — das klingt deutlich mehr nach unserem Geschmack. Also brechen wir gegen 15 Uhr noch einmal auf und laufen quer über die Insel.
Der zweite Strandversuch
Vor Ort zeigt sich allerdings recht schnell: perfekt ist auch das nicht. Es ist Ebbe, der Strand fällt extrem flach ab und ehe man richtig schwimmen kann, befindet man sich schon fast in der Fahrspur der Boote und Fähren. So richtig entspannt fühlt sich das ebenfalls nicht an. Aber egal. Für eine kleine Abkühlung und ein paar Schwimmzüge reicht es trotzdem.
Danach nehmen wir die Fähre um 16:15 Uhr zurück und setzen uns erstmal gemütlich in eine Bar direkt am Anleger.
Abendstimmung in Tavira
Zurück am Wohnmobil werden am Abend Thunfischfilets gebraten, dazu macht Renate einen Salat — und fertig ist ein wunderbar unkompliziertes Abendessen. Doch damit ist der Tag noch nicht vorbei.
Am Abend fahren wir noch einmal nach Tavira. In der Markthalle am Fluss soll heute um 21 Uhr eine Modenschau stattfinden. Als wir gegen 20:30 Uhr dort ankommen, erfahren wir allerdings: Beginn erst um 21:30 Uhr. Und ehrlich gesagt sehen die aufgereihten Plastikstühle jetzt auch nicht unbedingt nach einem Ort aus, an dem wir den Abend verbringen möchten.
Also laufen wir erstmal über die Brücke auf die andere Seite des Flusses — und entdecken dort noch ein richtig schönes, lebendiges Viertel mit vielen Restaurants und Bars.
Am Ende landen wir in einer kleinen Weinbar direkt am Wasser. Besonders großartig: Alle Weine auf der Karte gibt es auch glasweise. Fantastisch.
Dazu der Blick auf den wunderschön beleuchteten Burgkomplex von Castelo de Tavira — besser kann man kaum sitzen.
Eine sehr lokale Modenschau
Die Modenschau selbst entpuppt sich später als sehr lokales Event.
Vor dem eigentlichen Laufstegauftritt treten zunächst einige Tanzgruppen auf, anschließend präsentieren verschiedene Geschäfte aus der Region ihre Mode. Zwei professionelle Models laufen mit, der Rest besteht aus engagierten lokalen Teilnehmern. Sympathisch, bodenständig.
Bis zum Ende bleiben wir allerdings nicht. Stattdessen setzen wir uns lieber noch einmal in eine Bar nahe des Amphitheaters und lauschen dem Sänger und Gitarristen aus dem Nachbarrestaurant. Milde Temperaturen, entspannte Musik und eine richtig schöne Abendstimmung — besser hätte dieser Tag kaum ausklingen können.
Etappendaten
| Tageskilometer | – |
| Fahrzeit | – |
| Durchschnittlicher Verbrauch | – |
Übernachtungsplatz

Tavira, Algarve Motorhome
Einer der drei Stellplätze von Algarve Motorhome. Gleiches Konzept wie in Falesia, Schotter Untergrund, Dusche und WC sind extra zu zahlen. Kein Schatten. Mit dem Fahrrad ins Zentrum 6-7 Minuten. 3 Nächte 37,50€
37.1324729919 -7.63264942169 (lat,lng)
N 37° 7' 57" W 7° 37' 58"






