Heißer Start in Lissabon

Unsere Tochter treffen wir erst morgen. Deshalb starten wir heute ganz entspannt in den Tag — was bei 33 Grad auch definitiv die bessere Entscheidung ist. Unser erstes Ziel ist Belém. Ein Uber bringt uns direkt zum Torre de Belém, dem mittelalterlichen Turm auf einer kleinen Insel im Tejo.

Torre de Belem

Von dort laufen wir erstmal Richtung Museu do Combatente. Ein Stück weiter fällt mir erneut das architektonisch auffällige Gebäude auf, das wir bereits bei der Anfahrt gesehen hatten. Wie sich herausstellt, handelt es sich um ein Forschungszentrum und Krankenhaus.

Am Museu do Combatente

Forschungszentrum und Klinik

Forschungszentrum und Klinik

Der Gedanke gefällt mir: Früher brachen von hier die portugiesischen Seefahrer auf, um neue Welten zu entdecken — heute wird hier geforscht, um neue Erkenntniswelten zu erschließen.

Zwischen Entdeckern und Hitze

Es ist inzwischen wirklich heiß geworden. Trotzdem stapfen wir tapfer weiter bis zum Padrão dos Descobrimentos, dem monumentalen Denkmal zu Ehren der portugiesischen Entdecker. Von oben hat man einen schönen Blick auf die Promenade, das Kloster und die Umgebung von Belém.

Padrao dos Descobrimentos

Padrao dos Descobrimentos

Blick vom Padrao dos Descobrimentos

Blick vom Padrao dos Descobrimentos

Blick vom Padrao dos Descobrimentos

Danach brauchen wir allerdings dringend Schatten. Wir landen in einem Restaurant. Da wir außerhalb der eigentlichen Essenszeiten ankommen, dürfen wir dort einfach nur etwas trinken. 

Neue Sandalen für Lissabon

Anschließend geht es weiter ins Bairro Alto.

Drei Stationen mit dem Zug, danach noch eine mit der Metro. Beim Ticketsystem wird es allerdings kurz unnötig kompliziert: Für den Zug benötigen wir eine aufladbare Karte, während wir in der Metro praktischerweise einfach per Kreditkarte zahlen können. Warum einfach, wenn’s auch unterschiedlich geht.

Im Bairro Alto passiert dann etwas, womit ich selbst nicht gerechnet hätte: Inspiriert von Renate bleibe ich tatsächlich in einem Schuhladen hängen und kaufe mir ein Paar Birkenstock Sandalen. Bei den Temperaturen definitiv die vernünftigere Wahl.

Im Bairro Alto

im Bairro Alto

Im Bairro Alto

Im Bairro Alto

Im Bairro Alto

Ziellos durch die Gassen

Danach streifen wir ziemlich planlos durch die Gassen und suchen uns irgendwann ein Restaurant. Wir landen im Rico Sabor. Das Essen ist absolut ordentlich, löst bei uns allerdings keine größeren Begeisterungsstürme aus.

Zugchaos Richtung MAAT

Zum Abschluss des Tages fahren wir noch einmal zurück nach Belém, genauer gesagt zum MAAT – Museum of Art, Architecture and Technology. Die Architektur des Gebäudes hat mich schon auf Fotos fasziniert. Meine Hoffnung: Gegen Abend könnte das Licht perfekt für Fotos sein.

Bevor wir dort ankommen, müssen wir allerdings erstmal die portugiesische Variante von „Bahnroulette“ überstehen. Von Cais do Sodré fahren offenbar nicht alle Züge nach Belém — oder zumindest nicht alle mit Halt dort. Das Problem: Wirklich nachvollziehbar ist das nicht. Die Züge fahren vom selben Gleis ab, Verspätungen gibt es ebenfalls und hilfreiche Informationen scheinen eher optional zu sein. Wir steigen also in den ersten Zug ein. Eine Dame ist sich unsicher, ein anderer Herr meint, der Zug halte nicht in Belém. Also springen wir wieder raus.

Beim nächsten Zug entscheiden wir uns einfach mutig fürs Einsteigen. Natürlich die falsche Entscheidung. Der Zug hält selbstverständlich nicht in Belém. Also an der nächsten Station wieder raus, die Richtung wechseln und hoffen, dass es diesmal klappt. Und tatsächlich: Der nächste Zug hält endlich dort, wo wir hinwollen.

Abendstimmung am Tejo

Als wir schließlich am MAAT – Museum of Art, Architecture and Technology ankommen, ist die Sonne allerdings bereits untergegangen. Das Licht ist leider nicht ganz so, wie ich es mir für die Fotos erhofft hatte. Beeindruckend ist die Architektur trotzdem. Von oben hat man außerdem noch einmal einen großartigen Blick auf die gigantische Ponte 25 de Abril über den Tejo.

MAAT

MAAT

Am MAAT

MAAT

Zum Abschluss gönnen wir uns noch einen Absacker in einer Bar, bevor uns ein Uber zurück zum Stellplatz bringt.

Etappendaten

Tageskilometer
Fahrzeit
Durchschnittlicher Verbrauch

Übernachtungsplatz

Lissabon, Camping Lissabon

Lissabon, Camping Lissabon

Campingplatz in parkähnlicher Anlage. Wir stehen halbschattig. Sanitär nicht nagelneu aber ok. Stadt mit unter für 10€ oder ÖFfis erreichbar. Teuer: 47€ /Nacht

38.7247 -9.2078 (lat,lng)   
N 38° 43' 29" W 9° 12' 28"