Wir kommen ausnahmsweise mal recht früh vom Campingplatz weg. Zumindest für unsere Verhältnisse: Kurz vor 10:30 Uhr starten wir Richtung Carcassonne.

Carcassonne ist vor allem für seine spektakuläre mittelalterliche Festungsstadt, die Cité de Carcassonne, bekannt. Sie zählt zu den am besten erhaltenen Festungsanlagen Europas und gehört seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Aber nicht nur deshalb steht die Stadt auf meiner Liste. Es gibt schließlich auch ein Brettspiel, das nach ihr benannt ist – und das gehört bis heute zu meinen absoluten Favoriten.

Carcassonne

 

Bevor wir allerdings richtig „Gummi geben“, steht noch ein Supermarkteinkauf auf dem Programm. Kaffee und Wasser sind knapp geworden, und beides zählt mittlerweile zur Grundversorgung.

Als wir gegen Mittag in Carcassonne ankommen, entdecken wir direkt neben dem Campingplatz einen Stellplatz, der einen sehr ordentlichen Eindruck macht. Sogar ein halbwegs schattiger Platz unter einer Pinie ist noch frei. Den nehmen wir natürlich sofort.

Am Nachmittag schwingen wir uns auf die Fahrräder und fahren in die Stadt. Der Weg führt entlang des Flusses und verläuft fast durchgehend auf einem Fuß- und Radweg. Genau so mögen wir das.

Noch bevor wir die Stadt erreichen, sehen wir die Festungsanlage majestätisch auf ihrem Hügel thronen. Schon von Weitem wirkt sie beeindruckend und fast ein wenig unwirklich.

Carcassonne

Carcassonne

 

Unser ursprünglicher Plan sieht vor, zunächst den Stadtteil Bastide Saint-Louis zu erkunden. Das Viertel wurde im Schachbrettmuster angelegt und besitzt einige schöne Noveau Art Häuser. Anschließend wollen wir am späten Nachmittag die Festungsstadt besuchen.

Carcassonne – La Batide

Carcassonne La Batide

Carcassonne – La Bastide

 

Soweit zumindest der Plan.

Im Tourismusbüro erklärt uns ein freundlicher Mitarbeiter jedoch, dass der Rundweg auf den Festungsmauern nur bis 19 Uhr zugänglich ist und man dafür mindestens eine Stunde einplanen sollte. Wenn wir die Wehrgänge sehen möchten, müssten wir also direkt zur Cité fahren.

Die Entscheidung fällt schnell.

Also zurück zu den Fahrrädern und hinauf zur Festung.

Innerhalb der Mauern dominieren heute Restaurants, Souvenirläden und allerlei Geschäfte. Das ist ein wenig schade, denn der historischen Atmosphäre tut das nicht unbedingt gut. Trotzdem lohnt sich der Besuch. Der Rundweg über die Festungsmauern führt uns auf mehr als zwei Kilometern ständig Treppen hinauf und wieder hinunter. Dafür eröffnen sich immer wieder neue Perspektiven auf Türme, Mauern und die umliegende Landschaft. Uns gefällt das ausgesprochen gut.

Carcassonne

Carcassonne

Carcassonne

Carcassonne

Carcassonne

Carcassonne – Ganz schön viele Treppen

Carcassonne – In der Cite gibt es wohl ein Festival

Carcassonne

Carcassonne

Carcassonne

Carcassonne

Carcassonne

 

Am Abend kehren wir im Maison Cassoulet ein. Wenn man schon hier ist, muss natürlich auch das regionale Nationalgericht auf den Tisch. Also bestelle ich ein Cassoulet – einen kräftigen Bohneneintopf mit Entenkeule und Würstchen.

Geschmeckt hat es durchaus. Allerdings nicht so gut, dass ich morgen direkt die nächste Portion bestellen würde.

Cassoulet

Cassoulet – ein Bohneneintopf. Spezialität der Region

 

Carcassonne

Carcassonne

 

Etappendaten

Tageskilometer 127 km
Fahrzeit 1 Stunde 49 Minuten
Durchschnittlicher Verbrauch 10,1 l/100km

Übernachtungsplatz

Carcassonne, Wohnmobilstellplatz

Carcassonne, Wohnmobilstellplatz

Stellplatz direkt neben dem Campingplatz. Teilweise schattig. Abgetrennte Plätze. Wir stehen gut. Die Stadt ist zu Fuß und mit dem Rad gut zu erreichen. Ver- und Entsprgung möglich. 17€/24 Stunden

43.2003440857 2.35274648666 (lat,lng)   
N 43° 12' 1" E 2° 21' 10"